Das Lager Elsterhorst – ein Umsiedlerlager für Vertriebene

Eine neue Zweigstelle des Stadtmuseums Hoyerswerda wurde am 17. September 2011 eröffnet. An historischer Stätte in Nardt entstand der erste Abschnitt eines Ausstellungs- und Dokumentationszentrums zum Lager Elsterhorst. Damit gewinnt das Stadtmuseum überregionale Bedeutung.


Ausstellungs- und Dokumentationszentrums zum Lager Elsterhorst

Das Lager Elsterhorst diente im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit als Gefangenen-, Quarantäne- und Vertriebenenlager.
Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeitzeugenberichten und Original-Objekten wird zunächst über das Schicksal der mehr als 120.000 Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten berichtet, die von August 1946 bis November 1947 für mehrere Wochen im Lager waren.


Ausstellungs- und Dokumentationszentrums zum Lager Elsterhorst

Die gesamte Geschichte des Lagers – seit 1939 Kriegsgefangenen- und französisches Offizierslager, nach Kriegsende Durchgangslager und Sammelpunkt für deutsche Kriegsgefangene, seit Oktober 1945 Quarantänelager für Kriegsheimkehrer und seit August 1946 Vertriebenenlager – ist anhand von Bild- und Texttafeln in einer vorläufigen Ausstellung zu verfolgen. Auch diese Abschnitte werden in Zukunft neu gestaltet.



polnische Kriegsgefangene im Lager Elsterhorst



Die Ausstellung befindet sich auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule Sachsen in Nardt, St.-Florian-Weg 1, und kann montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden. Besucher werden gebeten, sich am Eingang der Landesfeuerwehrschule zu melden.


polnische Kriegsgefangene im Lager Elsterhorst

Führungen sind nach vorheriger Anmeldung im Stadtmuseum Hoyerswerda telefonisch unter 03571/456490 oder per E-Mail unter elsterhorst@museum-hy.de möglich.